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Noch 200 Tage

Heute ist ein verregneter Sonntag. In den letzten Wochen sind wir so viel wie möglich gefahren. Erfahrungen sammeln, Moppeds und Ausrüstung kennenlernen, das „Zusammenfahren“ üben, Pannen beheben, Grenzen erkennen, aber es überwiegt deutlich: Spaß haben. Unsere Reiseplanung ist dabei ein bisschen kurz gekommen. Aber heute ist so ein Sonntag, wo wir wieder die Karten studieren, im Internet rumhängen, über unsere Route nachdenken, und uns wieder mal fragen: Schaffen wir das? Fahren wir wirklich los?

Ich zähle einfach mal die Tage bis in den April. Was soll ich sagen: ab heute sind es genau 200 Tage bis zum 09. April 2015, ein Donnerstag. Das passt doch, jetzt haben wir schon mal ein Datum. Es wird konkret...

Und weil wir grad dabei sind, überlegen wir, wie bzw wo entlang wir fahren wollen. Wir entscheiden uns für die längere, aber (hoffentlich) angenehmere Route nach Südfrankreich, Tagesetappen nach Dijon, Lyon, Orange, Aix en Provence, dann die Küste entlang nach Genua, bis nach Ascona, wo wir die Fähre nach Patras nehmen wollen.

Wir wollen einige Tage in Griechenland bleiben um Anfang Mai die Türkei zu erkunden. Hier werden wir wohl langsamer, die Route noch unklar, hier erst wird wohl der „Reisemodus“ langsam zu unserem Leben werden.

Auf den Iran sind wir beide sehr gespannt, dieses Land werden wir allerdings erst auf unserer Rücktour erkunden. Wir wollen genügend Zeit für die Seidenstraßenländer Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan mit den unglaublichen Menschen, Landschaften und Städten haben.

Um nach Ladakh in den Himalaya zu kommen, planen wir die Ausreise aus Kirgistan über den Torugart-Pass nach China. Auch China ist natürlich unglaublich interessant, aber wir wollen möglichst zügig in den südlichen Himalaya, bis Ende August/Anfang September wollen wir das schaffen. Deshalb ist China für uns lediglich Transitland, wir wollen zum Grenzübergang nach Pakistan, zum Khunjerab-Pass, entlang dem Karakourum-Highway in die indische Region Ladakh. Falls das alles klappt, wir also nach und aus China kommen, nach und aus Pakistan kommen, die Pässe und Straßen des Karakourum-Highway meistern, vielleicht den Nanga Parbat sehen konnten – wollen wir hier den höchsten motorisiert erreichbaren Pass der Welt erklimmen, den Khardung La, 5.602 Meter hoch.

Ich glaube, wenn wir das alles wirklich geschafft haben, werden wir Zeit brauchen um innezuhalten, das Erlebte zu verarbeiten, im wahrsten Sinne des Wortes „runterzukommen“. Also werden wir wohl entweder ein paar Wochen an einem weißen Sandstrand rumhängen oder aber die Wüste Thar befahren. Oder beides...

Unser Weg zurück führt uns durch Pakistan in den Iran, den wir gern kennenkernen möchten. Im Dezember wollen wir dann im Oman sein und einige Wochen in diesem wunderbaren Land verbringen.

Weiter planen wir jetzt noch nicht.

Wir wollen auf jeden Fall Zeit und Muße haben, um uns auf die Menschen, die Kultur, die Landschaft und die Geschichte der vielen Länder die wir bereisen einzustellen. Wir wollen keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen. Wir wollen uns auch mal treiben lassen. Wir wollen auch mal verweilen wenn uns danach ist. Und wir wollen uns nicht stressen mit unseren Zielen. Wenn alles so klappt, prima. Wenn nicht, dann nicht.

Noch 200 Tage. Auf geht´s.

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