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Motorräder

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wie alles begann...

Bis jetzt waren wir beide mit BMW unterwegs. Jürgen fuhr eine GS 1100 mit großem Tank und Reiseumbauten. Ich hatte kein eigenes Motorrad, unsere Freunde aus Köln haben mir ihre Zweitmaschine geliehen, eine K 100.

Wir und unsere Motorräder verstanden uns ausgezeichnet...

Für die Reise wollten wir aber gern mit 2 gleichen und natürlich eigenen Moppeds aufbrechen. Mit der guten alten Transalp haben wir schon lange geliebäugelt. Jürgens GS hatte schon 170.000 km auf dem Tacho, sie hatte ihn durch mehrere Saharatouren brav und zuverlässig begleitet. Aber jetzt schwächelte sie uns nach langem Hin und Her hat Jürgen sich schweren Herzens getrennt. Und dafür haben wir 2 gebrauchte wenig gefahrene Transalp, BJ 1996, mit kleinen Sturzschäden, aber technisch i.O. gekauft.

aus 1... mach 2

→ Umbau Transalp von Jürgen – Phase 1 (Juni und Juli 2013):

So schnell konnte ich gar nicht kucken, da sah das gute Stück so aus:

Neu wird ein größerer 24Liter- Tank und eine Boano-Rallye-Verkleidung angebaut.

Der Sitz wird verkürzt zum Einzelsitz. Das Heck soll komplett neu gestaltet werden.

Hier kann sich der Fahrzeugbauer Jürgen richtig austoben. Er wird vor allem sehr stabile Gepäckträger bauen, denn wir wollen ja nicht nur auf der Autobahn fahren...
Integriert im Heck wird ein weiterer 6-Liter-Benzintank. Da wir ein wenig bequem geworden sind, wollen wir kleine Stühle mitnehmen. Jürgen hat eine Lösung, damit wird der Stuhl ebenfalls im Heck zwischen den Alukisten befestigt. Außerdem soll dort auch das Stativ unterkommen.

Das ist jetzt fertig und sieht so aus:

AnprobeHeck 1

Heck 2Heck 3

Voilá, das fertige Gepäckträgersystem.

2. Anprobealles paßt

Als nächstes wird er dort im Heck zwischen Zusatztank und Heck eine kleine Alukiste anpassen, in der die Ladestationen für Akkus usw stecken werden. Auch wird noch Platz für eine kleine Werkzeugtasche sowie Stangen für das Tarp (Vorzelt) sein.
Ziemlich genial das Ganze.

Jürgen hat sich einen kleinen Traum erfüllt und sich eine Marzocchi Shiver Gabel bei ebay erkämpft.

Ich habe gefragt und darf das schreiben: die Gabel ist toll, ... und ein Desaster! Zu teuer. 25 mm Steckachse (Hondarad hat 14 mm) – passt also nicht. Also muss ein neues Vorderrad her. Da passt dann (wahrscheinlich) die Bremse nicht. Fazit: Budget wird eng... Aber die Gabel ist extrem toll!!!

→ Umbau Transalp von Jürgen - Phase 2 (August 2013)

Genauso ist es gekommen: die neue Gabel ist toll, aber jetzt gibt es jede Menge Action. Der Reihe nach:

Jürgen hat zunächst den Rahmen zum Entlacken und anschließend zum Pulverbeschichten gebracht. Hier das Ergebnis:

Der Einzelsitz wurde von Hajo aufgearbeitet, aufgepolstert, alles ausgeschärft, mit Doppelkappnähten versehen, und es wurde zweifarbiges Velourleder verwendet. Das sieht jetzt so aus:

Jürgen hat einen sehr guten Motorschutz gebaut, vorn richtig hoch gezogen und genau angepasst. Dazu hat er 6 mm Alublech verwendet. Jetzt können die großen Brocken geflogen kommen ...

DAS ist ein Motorschutz

Damit die Gabel passt, musste ein neues Vorderrad her. Jürgen hat bei ebay ein robustes 21 Zoll Endurorad ersteigert, allerdings mit einigen typischen Endurogebrauchsspuren. Dafür brauchte er andere Reifen und eine andere Felge. Die Radlager waren Schrott, mussten also auch ersetzt werden. Die neue Gabel und das Rad benötigen eine 25 mm Steckachse, statt der ursprünglichen 14 mm. Die hat Jürgen gebraucht gekauft.

Die alte Bremse soll weiter verwendet werden, passt aber nicht mehr an die Gabel. Außerdem soll eine 320er Bremsscheibe eingebaut werden. Sein Freund Sepp muss also einen Adapter fräsen. Zusammen mit Peter bauen die drei das Ganze gerade zusammen. Fotos folgen ...

Durch die Marcocchi-Gabel wird die Alp vorn jetzt ein paar Zentimeter höher. Auch die Federung hinten wird nun optimiert. Wieder dank ebay gibt es jetzt einen neuen Öhlinsdämpfer von einer Yamaha 600TT, 3 cm länger und mehr Federweg. Der wird gerade bei Alu-Sauer in Oberkirch optimal auf das Gewicht von Jürgen und Gepäck eingestellt. Eine stärkere Feder wird eingebaut, die Dämpfung angepasst und die Aufnahme geändert.

Also wie gesagt: ziemlich viel Action. Aber es macht Spaß, diesen Spleen auszuleben und das Ergebnis wird am Ende ganz sicher toll werden!

Der neue Tank und die Verkleidung wurden von Jürgen fein gespachtelt, gefüllert, und sind jetzt beim Lackierer. Verwendet wird die Original BMW Farbe "white mineral".

Jetzt haben wir beide aber schon Sorge, mit diesem edlen Teil durch Dreck und Schlamm zu fahren. Eigentlich geht das ja nun gar nicht mehr!!!

→ Umbau Transalp von Jürgen - Phase 3

In 2 Wochen wollen wir zum Motorrad-Reisetreffen nach Giebolderhausen fahren. Da soll die Transalp von Jürgen fertig sein. Jetzt heißt es GAS GEBEN.

Jürgen muss "bloß" noch alles zusammen bauen, bissel Elektrik verlegen, das Cockpit neu aufbauen, dabei einen anderen Tacho, Kontrollleuchten für Benzinanzeige und Blinker integrieren, Navi einsetzen, ...

Naked Cockpit mit Marcocchi-Gabel"Elektrik"

→ Endspurt (Stand 01. September 2013)

„Stilleben mit Schwinge und Kaffeetasse“</p>

Die lackierten Teile sind da und das Ergebnis hat uns beide umgehauen. Wenn wir ehrlich sind, wird das jetzt schon ein bissel zu schick, aber na ja. Seht selbst:

Jürgen hat das Cockpit fertig (wenn ihr genau hinschaut, seht ihr meine Transalp im Hintergrund, die die ganze Beautybehandlung genau verfolgt ...)

Im Uhrzeigersinn von oben:

  1. IMO Tachoeinheit von Touratech
  2. große Blinker-Kontrollleuchte rechts
  3. Knopf für ersatzweise manuelle Betätigung CLS Kettenschmieranlage
  4. Kontrollleuchten (Ständer, Licht, Fernlicht, Leerlauf, Öldruck, Tankanzeige Reserve 8L und 4L)
  5. 12 Volt Steckdose
  6. Zündung
  7. CLS
  8. Knopf für Kompressor
  9. Reifendruckanzeige
  10. USB Anschluss
  11. große Blinker-Kontrollleuchte links

Die Alukiste im Heck ist echt schön geworden. Hier hinein kommen Ladestationen zum Laden von Akkus während der Fahrt. Und die Halterung für die Stühle funktioniert auch.

Jürgen hat einen Minikompressor eingebaut, damit wird das Reifenflicken unterwegs einfacher.

Die Elektrik war eine ganz schöne Fummelei, aber es funktioniert alles! Jetzt müssen noch die neue Gabel und der Dämpfer eingebaut werden.

Und dann zum TÜV ... Lächelnd

→ Endspurt (Stand 05. September, 23.38 Uhr)

Morgen früh um 08.00 Uhr wollen wir nach Gieboldehausen aufbrechen, noch über 8 Stunden Zeit ...

Es ist wie bei allen Projekten – am Ende fehlt immer genau 1 Tag! Es ist doch noch ganz schön viel Arbeit geworden. Und richtig fertig ist es auch noch nicht, aber 90% sind geschafft, fahren kann Jürgen erstmal damit.

Was hat er in den letzten paar Tagen alles gemacht?
Am Sonntag war noch nicht klar, ob die Marzocchi-Umbauerei fertig werden würde. Klar war, dass der Öhlins-Dämpfer nicht fertig wird. Und einige kleine aber wichtige Teile fehlten noch.

Kurz entschlossen hat Jürgen bei ebay einen ganz normalen Stoßdämpfer für kleines Geld gekauft und sofort bezahlt. Der nette delta-r-net hat das Teil sofort losgeschickt und es war am Mittwoch gerade noch rechtzeitig da. Mittwoch wurde auch die Gabel-Rad-Brems-Neukonstruktion fertig. Jürgen hat sie um 20.00 Uhr geholt.

Seitdem baut er eigentlich ohne Pause. Ab und zu bringe ich ihm einen Kaffee oder ein Brötchen, aber er ist voll im Stress. Es sind Kleinigkeiten, aber die halten eben auf.

Jetzt ist die Gabel drin. Das Rad passt. Reifen sind montiert. Bremse passt und geht.

Marzocchigabel mit 21´´Rad und...320er Bremsscheibe mit Adapter

Die alte Batterie musste ohnehin getauscht werden. Jürgen hat eine zwar teure, aber dafür (hoffentlich) bessere Lithium Batterie eingebaut. Die wiegt nur 580 g, steht auf dem Kopf, und hat viel mehr Leistung.

Ein neuer höherer Lenker ist montiert und alles passt. Das Cockpit ist richtig fertig.

Der provisorische Dämpfer ist dran.

Der Seitenständer ist etwas verlängert worden und passt jetzt. Ich habe mich gewundert, was das für ein „Haken“ am Motorschutz ist. Die Antwort: im Motorschutz verstecken sich 2 Montiereisen... Ahhhh...

Heute, am Donnerstag, um 21.00 Uhr ist die auferstandene Alp erwacht: angesprungen, gelaufen, klingt gut.

Und so sieht die alte Dame jetzt nach dem kompletten Umbau aus. Uns gefällt sie gut. Morgen früh wird´s ernst. 485 km liegen vor uns. Gieboldehausen – wir kommen.

 

01.11.2013 Motorräder – Update

2 Monate sind inzwischen vergangen – was ist in dieser Zeit passiert?
Um es kurz zu machen: Jürgens Transalp ist FERTIG!!!

Dieses Haus steht in Val de Bride / Lorraine, das ist ganz in unserer Nähe.

Es gab ja noch das Marzocchi-Stoßdämpfer-Problem. Die neue Gabel vorn machte nicht nur den kompletten Umbau des Vorderrades, eine andere Steckachse, eine neue Bremsscheibe und einen Adapter für diese neue Bremsscheibe notwendig. Auch die hintere Federung sollte natürlich besser werden. Dazu wurde ein Öhlins-Dämpfer genau auf das Gewicht der Transalp plus Gepäck plus Jürgen eingestellt. Ergebnis: Maschine fährt affengeil, ist aber zu hoch geworden. Das Auf- und Absteigen gestaltete sich so, dass Jürgen immer einen Bordstein brauchte ...

Also hat Jürgen seine Transalp nochmal zu Alu Sauer gebracht, und der hat das Dämpferrohr, die Dämpferstange und die Federwegbegrenzung gekürzt, und alles neu eingestellt. Jetzt ist es perfekt!

Hut ab vor dem Federkünstler Martin Sauer, der ganz tolle Arbeit geleistet hat.

Jürgen hat sich noch eine Lenkererhöhung eingebaut, das Garmin hat seinen Platz im Cockpit, so dass er jetzt das perfekte Mopped für unsere Reise hat.

Jetzt ist meine dran...

 

Juli 2014 Motorräder Update – FERTISCH!!!

Im Winter kam auch meine Transalp in Jürgens Mopped-Beauty-Farm. Sie wurde „nackisch gemacht“. Zuerst wurde der hintere Rahmen umgebaut, das stabile Gepäckträgersystem geschweißt, genauso wie bei Jürgen.

Foto Heck seitlichFoto Heck mit Zusatztank

Für den Rahmen hatte ich mir die Farbe „Rot“ gewünscht, wir finden, sieht gut aus.

Foto Heck rot

Viele viele sehr praktische Kleinigkeiten hat Jürgen eingebaut. Natürlich habe ich stabile Fußrasten, im Heck gibt es zwischen Sitzbank und Hecktank den kleinen Alukasten für die Ladestationen, der Stuhl passt genau, ebenfalls im Heck wurde ein Platz für das Stativ gebaut, ...

Foto FußrasteFoto Heck mit Stativ

Dann wurde die Federung und die Bremsanlage optimiert. Hinten wurde ein Wilbers-Dämpfer eingebaut (war vorher bei Jürgen, der ja wegen der Marzocchi-Umbauerei alles anders hat...), vorn wurden „progressive“ Gabelfedern eingebaut – den Unterschied alt / neu seht ihr auf diesem Foto:

Foto Federn alt-neuFoto Dämpfer

Es gibt eine größere 320er Bremsscheibe mit Adapter:

Foto Bremse

Dann hat Jürgen sich an den größeren 24 Liter-Tank und die Verkleidung gemacht. Tank gebraucht gekauft bei ebay, Verkleidung hat er original bei Boano in Italien gekauft, nicht ganz billig... Als das Paket ankam, hat Jürgen einen Schock bekommen angesichts der miesen Verarbeitung der Verkleidung. Nicht Stunden, sondern Tage hat er mit Schleifen und Spachteln verbracht, 2 Dosen Spachtelmasse verbraten (jetzt wissen wir auch, warum der ebay-Verkäufer die Boano-Verkleidung, die Jürgen an seiner Maschine hat, verkauft hat – der hatte keinen Bock, keine Zeit oder keine Ahnung, wie er das Ding in einen halbwegs lackierbaren Zustand bringen sollte...).

Foto 1 Tag spachtelnFoto Verkleidung

Tja, und so wurde die alte Dame tag für Tag ein bisschen fertiger.

Foto Rahmen rotFoto Motor und Rahmen

Die Elektrik war wieder eine elende Fummelei. Eine neue Batterie wurde eingebaut, aber im Gegensatz zu Jürgen, der eine Lithium-Batterie hat, bei mir eine herkömmliche. Mal sehen, welche auf Dauer besser ist. Beide Motorräder haben seitlich eine „Steckdose“, damit wir uns gegenseitig Starthilfe geben können (haben wir auch schon einmal gebraucht, Zündung angelassen...). Das Cockpit ist ähnlich wie bei Jürgen. Mir gefällt das alles sehr gut.

Foto SteckdoseFoto Cockpit

Und im Frühling kam dann das gesamte Motorrad zu Hajo, der mir einen wunderbaren Sitz gebaut hat.

Foto Sitz

Vielleicht nur eine Kleinigkeit, für mich aber eine große Wirkung: Jürgen hat ganz weiche Rallye- Raid Griffe (von Touratech) angebaut. Bisher hatte ich immer Schmerzen in der Handwurzel, und jetzt ist gar nichts mehr!

Und um einzuschätzen, wie anders unsere Motorräder nach dem Umbau geworden sind, hier einmal mein altes und neues Bike im Vergleich:

Foto Transalp altFoto CS Mopped neu

 

Fazit:

Die Umbauerei hat Jürgen immens Spaß gemacht. Es war aufwändiger als erwartet. Es hat viel Mühe gemacht, Teile möglichst preiswert zu bekommen. Oft ist das gelungen, manchmal nicht. Der Verkauf der BMW GS hat so viel eingebracht, dass wir uns davon 2 gebrauchte Transalp, beide mit Sturzschäden, kaufen konnten. Meine war fahrbereit, Jürgens nicht. Tatsache ist, wenn Jürgen nicht viel selbst hätte machen können, wenn nicht Freunde kostenlos oder sehr preisgünstig geholfen hätten, hätten wir das so nicht machen können. Jetzt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Jungfernfahrt mit beiden Motorrädern haben wir gemacht, alles war gut. Jetzt fahren wir erstmal hier so oft es geht, schauen was noch zu verbessern geht, und werden davon wieder hier berichten.

Foto Freunde beim Basteln

Kommentare  

# Alfred 2013-09-06 08:41
Wow, tolle Arbeit, schaut wirklich gut aus! :lol:
Drücke die Daumen für die Fahrt und die Preisverleihung.
Alfred
Antworten
# Anne 2013-09-07 19:27
Sieht wirklich toll aus! Wie ein ganz neues Motorrad... 8)
Antworten
# Helmut Wiehe 2016-03-12 09:19
Kompliment,

sieht alles durchdacht und sauber verschafft aus.
Das sollten zwei zuverlässige Pferdchen sein.

Viel Glück damit.
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