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Usbeskistan-05

Nach dem tollen Abschied verlassen wir Khiwa mit dem Sharetaxi nach Buchara, eine der ältesten Städte Mittelasiens und einst ein wichtiges Zentrum der Seidenstraße. Diese Art von A nach B zu kommen ist in Usbekistan weit verbreitet und gar nicht teuer. Die Straße ist auf den ersten ca. 70 km eine der schlechtesten Pisten die wir je gesehen haben, und von einer Beschilderung (immerhin wollen wir zur „Autobahn“) fehlt jede Spur. Ohne GPS ist man hier echt verloren. Dann folgen 100 km Autobahn vom Feinsten, bevor wieder Baustellen, halbwegs guter Asphalt und üble Abschnitte sich abwechseln. Für die 450 km benötigt der PKW 7 Stunden. Die Motorräder bleiben im Motoclub, sie sollen später mit dem LKW ins 1000 km entfernte Taschkent gebracht werden.

Wir sind glücklich unsere Visaverlängerung bekommen zu haben, so dass wir diese zauberhafte Stadt sehen können. Wir quartieren uns in einem netten kleinen Hotel ein, preiswert und ganz nahe am Zentrum. Stellen die Klimaanlage auf volle Pulle, denn es herrscht gerade eine Hitzewelle, es wird bis über 45 Grad heiß… Abends raffen wir uns auf und schlendern zum Platz Labi Hausz. Links und rechts stehen sich 2 Medressen gegenüber, in der Mitte wurde ein künstliches Wasserbecken angelegt, das angenehme Kühle spendet. Rings herum beginnt langsam das Leben, die Restaurants füllen sich. Es ist Ramadan, die Sonne geht unter, die Leute genießen den Abend, finden sich zusammen um zu essen.

Hier fühlen wir uns sofort wohl. Wegen der Hitze stehen wir am nächsten Morgen um 06.00 Uhr freiwillig auf und sind eine Stunde später bereit für Sightseeing. Die Innenstadt mit den Sehenswürdigkeiten ist überschaubar klein, alles ist zu Fuß zu erreichen.

Die meisten Fotos, so auch unser Startbild, zeigen die Moschee Chor Minor mit ihren hier ungewöhnlichen 4 Türmen. Das echte Wahrzeichen von Buchara ist jedoch das im 12. Jahrhundert erbaute Minarett Kalon. Und, ihr erinnert euch vielleicht an unseren Startblog aus dem Januar „Was fehlt auf dem Bild? Wir!“

Jetzt sind wir hier.

Direkt in der Nähe befinden sich die beiden wunderschönen Medressen Ulug´bek und Abdulasiz Chan aus dem 15. bzw dem 17. Jahrhundert. Verewigt ist hier der weise Spruch von Ulug´bek „Möge für den Kreis der in Bücherweisheit bewanderten Menschen die Pforte göttlichen Segens jederzeit geöffnet sein.“ Das gefällt uns ausgesprochen gut. Und die perfekte Harmonie der Architektur beeindruckt uns sehr.

Es ist noch sehr früh am Morgen, trotzdem ist es bereits richtig warm. Die Händler und Souvenirverkäufer bauen ihre Stände auf, noch sind nur wenige Menschen unterwegs. Vor den beiden Medressen lungern drei Jungs herum die Ansichtskarten verkaufen. Einer ist ein richtiger Schlingel, er spricht gut deutsch und erobert Clelias Herz im Sturm. Und ein paar Ansichtskarten brauchen wir ja ohnehin...

Wir sind noch fit und so fahren wir noch zu einem Highlight, dem Samaniden Mausoleum aus dem 10. Jahrhundert. Das ist ein wenig enttäuschend, liegt mitten in einem Vergnügungspark und ist doch eher unscheinbar. Dafür sehen wir im Park Handwerkern bei der Arbeit zu, sie ziselieren feinste Muster per Hand in Kupferteller.

Es gäbe noch viel mehr zu sehen, aber für uns ist es heute genug. Wir ziehen uns in unser klimatisiertes Zimmer zurück und halten Siesta. Abends gehen wir noch einmal zum wunderschönen Labi Hausz und speisen landestypisch Plov, Reis mit Safran, Rosinen, Möhren und Lammfleisch.

Buchara ist sehenswert. Wir fanden es hier sehr entspannt und freundlich. Natürlich gibt es dort wo viele Touristen sind auch die entsprechenden Nebenwirkungen: Souvenirkitsch, Abzockversuche, höhere Preise. Aber, die Leute wollen ja von etwas leben, sie verdienen so ihr Geld. So richtig genervt waren wir nie.

Am nächsten Tag geht es schon wieder weiter, mit dem Zug nach Samarkand.

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