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Turkmenistan01

...stimmt das wirklich?

Wir sind sehr gespannt auf dieses abgeschottete Land. Wir haben wie fast alle nur ein Transitvisum für 5 Tage bekommen, aber wir sind froh überhaupt eines zu haben. Das Visum hat eine genau bezeichnete Gültigkeit, nämlich vom 29. April bis zum 03. Mai, und die geplante Route, Ein- und Ausreiseort müssen peinlichst eingehalten werden.

Nun also ist es soweit. Pünktlich nehmen wir das Bordercrossing aus dem Iran/Bajgiran in Angriff. Wir machen es kurz: es war alles ziemlich normal, nach 3 Stunden waren wir durch:

  1. Ausreise Iran 5 Minuten
  2. Checkpoint Turkmenistan, dort zeigt man uns, wo wir hin müssen
  3. Parken der Motorräder
  4. Haupthalle Passkontrolle, „Einreisegebühr“ 12$ pro Person
  5. Einreise: genaue Route wird eingezeichnet, Pässe, Führerschein und Fahrzeugpapiere werden geprüft, alles wird in dicke Bücher eingetragen. An der Wand hängt noch eine alte Karte der Sowjetunion, der Grenzer zeigt sie uns sichtlich stolz. Er spricht deutsch, Clelia etwas russisch, bis jetzt alles easy.
  6. Gebühren 67$ pro Person bezahlen (weiß der Teufel wofür, aber wenigstens ist alles hochoffiziell mit Quittung und allem...)
  7. Hygiene: nur ein Stempel in ein Buch
  8. Zoll: hier wird alles gründlich aber korrekt untersucht, Gepäckrollen und wir werden gescannt. Fragen, ob wir Waffen oder Drogen mitführen, können wir ruhigen Gewissens verneinen.
  9. Finish – Toll!

Gleich nach der Grenze beginnt die Straße nach Ashgabat, sie führt durch einen Nationalpark und wir können uns gar nicht satt sehen.

Dieses (einzige) Foto haben wir stibitzt, denn sobald wir irgendwo auch nur halten, sind wie aus dem Nichts 2 Soldaten mit Kalaschnikow im Anschlag da. Das Thema Zelten hat sich damit erledigt. Bis Ashgabat sind es 45 km, ein weiterer schwer gesicherter Checkpoint muss noch überwunden werden, aber dann fahren wir auf der 4-spurigen Autobahn fast ganz allein hinein in die nach eigenen Angaben weißeste Stadt der Welt. Nach dem Chaosverkehr im Iran erleben wir Auto- und Menschenleere Straßen, alles blitzsauber, und wirklich: alles strahlt weiß. Ein anerkennendes Staunen können wir nicht leugnen.

Leider durch die Spiegelung kein so tolles Foto, das Motiv gefällt uns aber, das ist der erste Eindruck wenn man in diese Stadt hinein fährt...

Die Hotelsuche ist nervig. Bei fast 38 Grad fahren wir von Hotel zu Hotel, keiner will uns haben, obwohl offensichtlich keine Gäste da sind. Überall sowjetische Matronen, die uns wegscheuchen wie lästige Penner. Irgendwann ein Lichtblick: eine nette Dame, die englisch spricht, vermietet uns im Hotel Rahat ein Zimmer für 50$. Sie erzählt uns von ihrer Stadt und ihrem Land, es wirkt so gar nicht unnahbar. Natürlich könnten wir fotografieren, why not?

Und das machen wir dann gerne.

Wir hatten uns im Iran noch mit Nescafé und Kaffeeweißer eingedeckt, auch mit Klopapier. Man weiß ja nie… Wir können aber bestätigen, dass es (zumindest in Ashgabat) wirklich ALLES gibt. Sogar nach vielen Wochen ein kaltes echtes Bier!

Wo steckt nun das „aber“? Was stimmt hier nicht?

Auf den ersten Blick ist Ashgabat in der Tat eine moderne Metropole, alle Leute sind lässig und erfrischend normal. Polizei ist sehr präsent, das nervt uns aber (noch) nicht. Die Straßen, Plätze und Grünanlagen werden von einer ganzen Heerschar von vermummten (wegen der Hitze und dem Staub) Frauen mit Strohbesen gekehrt. Das passt nun weniger zum Image. Aber soooo schlimm ist das doch nun auch gerade nicht, oder...

Auch hier wieder dasselbe: diese Stadt würden wir gern einen weiteren Tag erkunden, aber der Zeitplan ist straff. In 4 Tagen müssen wir 650 km schaffen, mitten durch die Wüste Karakum, „die Bedrohliche“, ohne nennenswerte Orte, auf einer berüchtigten schlechten Piste.

Also geht es am nächsten Tag, Samstag 30.04., schon wieder weiter.

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