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Kroatien

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann wir das letzte Mal richtigen Urlaub machen konnten. Irgendwann 2008 / 2009… Wenn wir von der einen Woche Normandie im letzten Jahr absehen, haben wir beide noch überhaupt keinen gemeinsamen richtigen Urlaub gehabt. Als Selbstständige (und natürlich mit Blick auf unsere Reisepläne) haben wir immer die Kosten im Blick: nicht nur der Urlaub an sich kostet Geld, auch wir verdienen kein Geld wenn wir nicht arbeiten.

Jetzt hat es gerade so gepasst, wir haben sagenhafte 3 Wochen FREI! Wir wollen ans Meer, wir wollen Sonne, wir wollen Ruhe. Unser Ziel ist Kroatien, die Insel Krk. Wir packen also sorgfältig unsere Motorräder und sehen zumindest schon mal wie Weltreisende aus. Wir haben uns vorgenommen, ziemlich langsam, in mehreren Tagesetappen zu reisen.

Zunächst geht es zügig von Nürnberg in Richtung Süden. Unser Tagesziel, den Chiemsee, erreichen wir nicht, da wir von einem heftigen Unwetter aufgehalten werden. Dies ist wieder einmal so ein ungeplanter Stopp, der anfangs unerfreulich ist, aber dann eines dieser guten Geschichten wird. Wir entscheiden uns, im wohl einzigen Wirtshaus mit Gästezimmern weit und breit, welches es schon seit dem Mittelalter hier gibt, zu essen und hier zu übernachten. Für die Stammgäste und die nette Wirtin sind wir eine willkommene Attraktion.

Wir werden gut umsorgt, müssen von uns erzählen, müssen uns Geschichten anhören, diverse Biere mit trinken, trocknen und tauen langsam auf. Wenn ihr also mal in dieser Gegend sein solltet, besucht unbedingt das Bierstüberl in Neumarkt St. Veit. Lachend

Am nächsten Morgen strahlt uns ein bayerischer weiß-blauer Himmel an und wir fahren gut gelaunt weiter. Jürgen muss noch etwas an seiner Kette reparieren, einige Teile hatten sich gelockert, aber er hat es zum Glück rechtzeitig gemerkt und konnte das flicken. Seit Wochen beherrscht eine Hitzewelle das Land. Gestern Nachmittag mussten wir beide erschöpft eine längere Pause einlegen und uns im Schatten ausruhen (Das Thermometer zeigte 40,4 Grad im Schatten an). Heute halten wir rechtzeitig an, planen eine Pause ein, und geraten in Waging am See in ein „Ureinwohnerfest“ (welches tatsächlich genau so heißt).

Wir sind fasziniert und genießen diesen Moment. Genau zum Zeitpunkt des Festumzuges sind wir genau an diesem Ort. Wieder ungeplant natürlich.

Wir wollen weiter, erreichen über Bad Reichenhall und Lofer Österreich, es fährt sich gut über die guten und freien Landstraßen. Die Hitze fordert aber wieder ihren Tribut, wir wollen relativ zeitig am Abend eine Unterkunft suchen, und uns den Großglockner – unser Highlight der Fahrt – morgen ausgeruht vornehmen.

Die Alpenpassstraße am nächsten Vormittag ist ein Hochgenuss. Wir genießen beide diesen tollen Tag, diese tolle Route, bei traumhaften Wetter. Obwohl das schon unser dritter Reisetag ist, wir immer noch ca. 200 km von unserem Ziel entfernt sind, sind wir beide zufrieden.

Edelweißspitze 2.571 m: Blick auf den Großglockner

Am nächsten Tag spulen wir die restlichen Kilometer auf Autobahnen und guten Landstraßen ab. Österreich ade, Italien ciao, Slowenien ahoi, und schon reisen wir in Kroatien ein, passieren eine echte Grenze, und kommen erstaunlich zügig voran. Am Dienstag Abend, 4 Tage nach unserer Abfahrt, sind wir endlich da, passieren die Brücke nach Krk, fahren nach Konobe und sehen endlich das Meer.

Ab jetzt gibt es nicht mehr allzu viel zu berichten, denn wir hängen hier eigentlich vor allem ab: schlafen uns aus, trinken morgens stundenlang Kaffee, schwimmen, lesen, fahren Boot (ja, auch ein Boot haben wir mit…), müssen einen Reifen flicken, fahren nur ein bisschen auf der Insel rum und können uns zu keiner größeren Tour aufraffen. Das ist aber egal, wir brauchen genau das jetzt.

Apropos Lesen: wir haben beide das grandiose Buch von Dylan Samarawickrama „Am Ende der Straße“ verschlungen. Unbedingt lesen! Und hier gibt´s mehr Infos zu seinem Abenteuer: www.ride2wplore.com

Alles was wir jetzt an Ausrüstung haben, passt gut zu uns. Es gibt aber ein paar „Baustellen“. So fängt unser Zelt bereits an, an einigen Stellen einzureißen und es hat bereits winzige Löcher (obwohl wir sicher ausschließen können, zu nahe an einem Feuer gewesen zu sein). Mit dem Zelt sind wir bezüglich Platzangebot und Packmaß nach wie vor zufrieden, aber nach nur einem Jahr sporadischem (und sehr sorgfältigen) Einsatz sollten noch keine Defekte auftreten. Eine unserer Therm-A-Rest Matratzen hatte ein Loch, welches wir aber gefunden und geflickt haben. Unsere beiden Benzinkocher zicken auch rum. Hier muss Jürgen noch eine Komplettwartung machen. Morgens ohne Kaffee ist irgendwie unvorstellbar…

Ohne Wenn und Aber können wir unsere DANE-Bekleidung, Hose BRONDBY und Jacke LJIMFORD, empfehlen. Auch bei der Affenhitze haben wir es gut ausgehalten darin Dank der vielen Belüftungsmöglichkeiten. Je nachdem wie warm oder kalt es ist, zwiebeln wir uns ein.

Richtige Regengüsse machen uns auch nichts aus, dann ziehen wir die Goretex-Sachen an. Ich bin zudem begeistert von meiner Sommerkombi FANO. Gerade wenn es derart warm ist wie in diesem Sommer, und man möchte (oder muss) Motorrad fahren, ist es eine enorme Erleichterung, keinen Hitzschlag unter der Kombi zu bekommen.

Leider gehen auch drei Wochen Urlaub irgendwann zu Ende. Wir haben nette Leute getroffen: Soli aus Ungarn mit seiner GS 1200 (der unser Boot abgekauft hat), Pete aus Friedberg mit seiner Africa Twin. Und morgen geht es dann zügig heim, mit neuer Energie noch ein paar Monate arbeiten…

… und dann, endlich, raus in die Welt!

Update November 2015

Unser Zelt haben wir zu Vaude geschickt. Hoffentlich können die das Problem lösen. Bald gibt´s also einen Bericht Vaude III. Die Probleme mit Jürgens Kette haben sich zu einem ausgewachsenen Motorschaden entwickelt! Lest weiter hier.

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