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Kirgistan-01

... wir erleben ein déjà vu. Es ist genau wie vor gut 6 Wochen nach dem Unfall in Turkmenistan. Wir haben die letzten Tage kräfte- und nervenzehrend mit einem korrupten Polizisten um Clelias Motorrad gekämpft. Da Jürgen sich am Unfalltag und -ort geweigert hatte, „dingi dingi“ zu bezahlen (wofür eigentlich?!), hat man uns gezeigt wer am längeren Hebel sitzt, aber sowas von...

Letzten Endes musste unser Freund Ali seinen Führerschein abgeben. Vermutlich wird er diesen gegen ein dingi dingi wiederbekommen. Wir haben dann das erneut defekte Motorrad auf einen Abschlepper geladen und sind auf direktem Weg zur Grenze gefahren. Jetzt haben wir ja Erfahrung mit bordercrossing eines Schrottmotorrades. Alle hatten ein Einsehen, sehr oberflächliche Kontrolle, alles sehr freundlich, und so sind wir gegen 22.00 Uhr mal wieder in einem für uns neuen Land – Kirgistan.

Patrick von muztoo holt uns mit seinem Jeep ab und bringt uns in sein Office/Guesthouse, wo uns 2 sehr nette Jungs aus Karlsruhe mit kaltem Bier und einer Touratech-Adventure-Mahlzeit aufpäppeln.

Tja, und in den nächsten Tagen hängen wir komplett durch und nur rum. Die Luft ist irgendwie raus. Wir haben keinerlei Motivation mehr. Schon wieder alles reparieren, wo Jürgen doch vor gerade mal 2 Wochen erst fertig geworden ist… Weiterfahren...

Wir haben keine Lust mehr...

Aber nach Hause wollen wir auch noch nicht. Wir sichten unsere vielen Fotos. Erinnern uns an die vielen schönen Augenblicke unserer Reise. Das Fernweh ist immer noch stärker als das Heimweh.

Wir sind jetzt aber auch ein ganz schönes Stück abergläubig geworden. Zwei solche Unfälle innerhalb von nur 6 Wochen sehen wir als ein Zeichen. Wir wollen das Schicksal nicht ein weiteres Mal herausfordern. Clelia hat nach wie vor Panikattacken wenn sie hier über eine viel befahrene Straße laufen muss. Jürgen will auf keinen Fall ein drittes Mal Zeuge und Ersthelfer bei einem Unfall werden.

Wir sind uns einig: hier an dieser Stelle fahren wir jetzt nicht mehr mit unseren Motorrädern.

Wir denken über Alternativen nach. Alles Mögliche geistert die nächsten Tage durch unsere Köpfe. Heimfahren? Bissel in Europa rumfahren? Australien? Amerika? Motorräder verkaufen und ganz was anderes machen?

Wir wissen es bis heute nicht...

Aber wir wollen auf jeden Fall in den Pamir. Darauf hatte sich besonders Jürgen gefreut. Wir überlegen ob er nicht auch allein fahren kann/möchte, schließlich ist sein Bike in Ordnung. Aber das will er nicht.

Schließlich ringen wir uns durch und leisten uns für 10 Tage ein Mietauto. Damit wollen wir die Pamirrunde angehen.

Jetzt haben wir wieder ein Ziel.

Jetzt freuen wir uns unglaublich auf den Pamir.

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