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Iran01

Nachdem wir gut über die Straße von Hormuz und durch die Einreisebürokratie gekommen sind, werfen wir uns in der Hafenstadt Bandar Abbas in den berüchtigten Iraner Feierabendverkehr. Ja, es stimmt: dieser Verkehr ist chaotisch!

Auf der Fähre haben wir Dieter und Juliana mit ihrem Mercedes Rundhauber getroffen, die nach 4 Jahren auf dem Weg nach Hause sind. Wir wollen gemeinsam die Stadt auf dem schnellsten Weg verlassen. Das klappt gut, der dicke Truck fährt vorneweg, Clelia dahinter, und Jürgen „sichert“ von hinten. Beherzt geht es zur Sache. Rechts, links, quer, gerne auch mal genau von vorn kommen Autos, Moppeds, LKW. Unser Adrenalinspiegel ist am oberen Limit. Aber alles geht gut, irgendwie...

Unsere erste Nacht im Iran verbringen wir bei Hamid in dessen Haus. Hier ist alles modern, die beiden Söhne zeigen uns stolz ihre Erfindungen: z.B. eine solarbetriebene USB Ladestation. Gleichzeitig ist die Familie tief religiös. Sie sind ganz versessen darauf uns über ihren Helden Hossein, den Propheten Mohammed und den Islam aufzuklären. Internet haben sie nicht, damit die Kinder nicht in Kontakt kommen damit, zu gefährlich.

Sobald man aus der Stadt heraus ist, ändern sich Landschaft, Straßenverhältnisse und Verkehr fast schlagartig. Wir haben Bandar Abbas auf der N94 Richtung Minab/Kahnuj verlassen und folgen bewusst den kleinen Nebenstrecken in die Berge. Die Luft ist angenehm, die Straßen auch, trotzdem bleibt es ein Abenteuer. So kann es passieren, dass ein „Highway“ plötzlich im Flußbett endet, weil die Brücke noch nicht fertig ist...

So sind wir die ersten Tage im südlichen Iran unterwegs. Wir gewöhnen uns an dieses Land, an die raue Natur, die abenteuerlichen Pisten. Wir erleben sehr nette Menschen, die neugierig sind und sich fragen, was wir hier wollen. Wir sehen das ganz normale Leben abseits der Touristen-Highlights.

Es gibt hier keine Supermärkte, sondern kleine Lädchen und Bauern am Straßenrand, die Gemüse verkaufen. Hier kommen die leckersten Pistazien, die wir je gegessen haben, her.

Wir campen an wunderbaren Orten. Dabei fühlen wir uns überall sicher und bleiben weitgehend unbehelligt.

In einem Tal bei Jiroft, in Konar Sandal, wurden 2001 bei einer Überschwemmungskatastrophe 6500 Jahre alte Pyramiden und noch ältere Siedlungsbauten sichtbar. Hier kommen wir einer der ältesten Kulturen dieser Erde ganz nahe.

Wir erleben aber auch: auf den Straßen täglich mehrere Polizeikontrollen. Beinahe an jedem Platz an dem wir campen, kommt eine Streife vorbei. Jetzt wissen wir, dass hier gegen den Opiumschmuggel vorgegangen wird. Später wird diese Präsenz weniger. Alles läuft immer freundlich und korrekt ab, komisch bleibt es trotzdem.

Und wir erleben die Menschen in dieser Gegend nicht nur freundlich. Wenn wir anhalten, sind wir sofort von 10 bis 20 Menschen umringt. Alle machen Fotos, legen den Arm um Clelia (was diese sich verbittet), setzen sich ungefragt auf´s Motorrad, fassen alles an, einer startet sogar (hier wird Jürgen laut). Aber auch das erleben wir so extrem später nicht mehr.

Jedenfalls müssen die Bikes immer beaufsichtigt werden, bzw nachts sicher parken.

Wie hier in unserem ersten Hotel, das wir uns für 13€ leisten, im Speisesaal direkt neben der Küche. Dass hier abends eine Hochzeitsgesellschaft stattfindet hat dabei keinen gestört...

Mittlerweile sind wir in den Bergen. Es geht schon mal auf 3000 Meter hoch, schöne Pässe, tolle Strecken.

In der Ferne sehen wir die ersten 4000er, schneebedeckt...

Unser nächstes Ziel ist Kerman. Hier wollen wir in die Wüste!

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