^Back To Top

Finde uns auf Facebook

GTranslate

German English French Italian Portuguese Russian Spanish

Dubai2

Wir haben noch ein bissel jet lag, der Zeitunterschied beträgt +3 Stunden (daheim ist es erst 06.00 Uhr!!!) Anfängerfehler Nr. 1 – wir kommen zu spät los.

Wir haben beide Bikes und das gesamte Gepäck in einer Kiste über einen von intime Hamburg

http://www.intime-ham.com/motorradspedition-hamburg.html

,Kontakt ist Olaf Kleinknecht, vermittelten Flug durch KLM transportieren lassen. Die Abgabe vor 5 Tagen in Düsseldorf war easy. Hier in Dubai sollen wir zur Cargo City (die nicht nur so gigantisch klingt, sondern es auch ist). Wir müssen in die (gut ausgeschilderte) Freezone, neben Terminal 2, hier gibt es Logistikfirmen wie Sand in der Wüste. Der hiesige Logistikpartner von KLM ist donata, kein kleiner Laden, im Gebäude F.

Ja, unsere box ist da!

Zunächst erfolgt die Entgegennahme der Frachtpapiere durch uns und donata (Eingang D). Es ist natürlich Gewusel, aber es geht mit Nummer-Ziehen absolut geordnet und zügig voran. Kopien der Pässe müssen vorgelegt und 375 AED (ca. 100€) Gebühr bezahlt werden. In bar und in Landeswährung, Visa oder Dollar/Euro sind nicht möglich.

Danach geht es zum Zoll, gleich nebenan Eingang E. Hier wird es jetzt erstmal heikel.

Wir laufen gefühlt kilometerlange Gänge zu irgendeinem Importbüro und wieder zurück, und das mehrere Male. Das macht fit...

Ja, wir wollen 2 Motorräder importieren.

Nein, wir wollen die nicht hier in Dubai verkaufen sondern selber fahren.

Nein, wir bezahlen kein Deposit, wir haben ein carnet book (das Ganze 100 Mal wiederholen)...

Ja, die Motorräder sind in EINER box.

Ja, wir wollen die Motorräder aus der box holen, zusammenbauen und damit von hier losfahren.

?????

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das! Geht! Absolut! Gar! Nicht! Wir können bzw müssen die box öffnen für den Zoll, wir können die Motorräder auch zusammenbauen, aber wir können aus dem (abgesicherten) Freezone Gelände nicht ausfahren.

Wir bleiben erst einmal ruhig, Jürgen beginnt die Kiste zu öffnen (am Abend zuvor hat er in seinem Lieblingswerkzeugladen in Deira für 3€ ein Stemmeisen gekauft, welches nicht nur ihm jetzt gute Dienste leistet, sondern allen zukünftig hier Ankommenden auch helfen wird, denn wir haben es dort gelassen). Clelia sitzt derweil dem Zollchef gegenüber, und kämpft mit ihm und dem Carnet. Pong, der erste Stempel drauf, Pong auf dem nächsten Blatt gleich auch einer. Halt! OK: wir haben den richtigen Stempel für uns und das erste unbrauchbare Blatt, aber was soll´s. Clelia bezahlt 125 AED (33€) Gebühr und das war´s.

Inzwischen sind wir die Attraktion des Tages. Unter ständiger Beobachtung und „Hilfe“ baut Jürgen absolut ruhig die Motorräder zusammen, erster Startversuch: whhhummmm. Klappt. Es ist mittlerweile später Nachmittag, bald wird es dunkel. Na Klasse. Aber das haben wir uns selber zuzuschreiben.

Mittlerweile ist keine Rede mehr davon, dass wir das Gelände nicht verlassen dürfen. Im letzten Dämmerlicht fahren wir vollgepackt mitten durch die Logistikhalle, die Rampe hinunter, an winkenden Arbeitern, Zöllnern und Securityleuten vorbei mitten in den nicht gerade zaghaften Dubaier Straßenverkehr.

Wir fühlen uns großartig!

Jetzt brauchen wir sofort eine Tankstelle. Zweimal volltanken (lassen) bitte = 55AED (15€). Wir brauchen etwas zu trinken, bei allem Glücksgefühl sind wir fix und fertig. Und jetzt passiert genau das, was wir von so vielen Reisenden gehört haben: wir bekommen einen Kaffee ausgegeben, Wasser, Kuchen, welcome in Dubai, where you´re come from, ahh Germany, great,… Wir sind sprachlos.

Wir fragen nach einem preiswerten Hotel in der Nähe. Daraufhin wird gegoogelt, eines gefunden, ein hier lebender beeindruckender Iraker ruft direkt an und verhandelt im Befehlston einen guten Preis (den wir nie so bekommen hätten), und bringt uns anschließend dorthin. Tipp: Fortuna Plaza, 2 km von der Freezone entfernt, DZ 50 bis 90$, auch buchbar über booking.com.

Wir fühlen uns wie im Paradies!

Aber wo Licht, da auch Schatten: beim Aufsteigen auf mein Motorrad knickt aus heiterem Himmel mein linkes Knie ein. Ich fühle einen höllischen Schmerz, schaffe es aber aufs Bike und bis zum Hotel. Auftreten geht nicht. Absteigen geht nur nach rechts.

Aber das ist eine andere Geschichte...

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Copyright © 2013. Transworld2014  Rights Reserved.