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Canada05

Am nächsten Morgen kommt eine mail aus London, alles klar. Wir haben einen Zollagenten und nur so können wir den Transport bei Air Canada buchen (Erfahrungsbericht folgt asap).

Auf jeden Fall wollen wir nach Vancouver Island. Heute nehmen wir die Fähre von Vancouver/Tsawwassen nach Swartz Bay. Nach einer tollen Fahrt durch märchenhafte Fjorde landen wir anderthalb Stunden später und campen bei Islands View direkt am Meer. Dann fahren wir zur Hauptstadt der Insel, Victoria. Alles verry british, sehr gediegen, maritim. Ein highlight ist Fishermen Wharf. Uns zieht es weiter, die westliche Küste hinauf, immer am „echten“ Pazifik entlang. Das muss man sich vorstellen: hier ist Ende, hier ist nur noch unendlich weites Meer, bis Asien auf der anderen Seite. Wir fahren eine tolle Tagestour nach Sooks und Shirley, queren die Insel bis Duncan und merken dabei, dass im Inselinneren Urwald und sonst niemand ist. 250 km kleine und noch kleinere Pisten, Schotter, Holzbrücken und Wald, Wald, Wald. Leider wird in Canada Holz sehr intensiv abgebaut. Es tut weh die vielen Wunden zu sehen, hunderte Jahre alte Urwaldriesen mussten schon weichen, und müssen es noch. Ein Wehrmutstropfen für dieses ansonsten so moderne weltoffene Land.

Aber es war ein toller Tag. Wir sind 250 km in 12 Stunden gefahren, hatten Traumwetter und kommen abends gegen 22.00 Uhr wieder auf Islands View an, total fertig und glücklich. Unterwegs haben wir Jamie Grillwürste gekauft, perfekter geht`s nicht.

Ich nehme es mal vorweg: vergesst die Reiseführer, fahrt nicht nach Tofino. Fahrt nicht nach Ucluelet. Es gibt viel schönere Orte. Von Victoria fahren wir am nächsten Tag die Ostküste hinauf, Richtung Nainamo. Unser Ziel ist (aus Unkenntnis) Tofino. Um dorthin zu kommen muss man erneut die Insel queren, auf einer gut ausgebauten Strasse, zusammen mit allen anderen sonnenhungrigen Urlaubern mit ihren klimatisierten SUV.

Hier befindet sich der sogenannte Long Beach. Der macht seinem Namen alle Ehre. Campen darf man hier aber nicht. Also entweder ein überteuerter Campground in Tofino oder in Ucluelet. Muss man nicht haben.

Trotzdem erleben wir genau hier ein weiteres highlight unserer Reise. Wir sitzen gemütlich in einem Bistro und schauen den Fischern direkt vor uns zu, wie diese ihren Fang verarbeiten. Wir trauen unseren Augen kaum, als wir Seeadler sehen. Gerade haben wir eine Whale Watching Tour gebucht. Bei strahlendem Sonnenschein geht`s los, das Meer ist ruhig, das Boot pflügt trotzdem heftig durch die Wellen. Und dann sind wir hautnah mittendrin: Seeotter, Robben, Seelöwen und ja, WALE. Whow!

Wir sind unglaublich beeindruckt und glücklich. Diese Tiere so nah in der freien Natur zu erleben ist toll. Wir campen in Tofino direkt am Strand (Campground ist nicht so doll und teuer, aber na ja). Es herrscht eine tolle Stimmung in der Abenddämmerung.

Canada ist teuer, wir müssen auf´s Geld achten und deshalb billige Lebensmittel einkaufen...

Und wir haben Sorgen. Wir kriegen es nicht hin, den Transport des Motorrades zu buchen, niemand da, Formular nicht da, Adresse des Londoner Flughafen fehlt (!). Stundenlang telefonieren und mailen wir herum, es ist verflixt. Murphys Law – als wir weiter fahren wollen, haben wir einen platten Reifen… Das zweite Mal, Flicken geht nicht mehr. Jürgen pumpt den Reifen nochmal auf und wir hoffen, dass er hält. Wieder queren wir die Insel, der Reifen hält. Wir sind wieder auf der Ostseite in Nanaimo.

Ein kurzer Besuch in einem normalen canadischen Outdoorladen…...

... und dann checken wir auf dem wunderschönen Campground Jingle Pot für 12 CAD ein.

N 49.12.235
W 124.01.945

Haushalttag für Clelia, Reifen besorgen für Jürgen. Ein einziger Händler auf der Insel hat überhaupt Motorradreifen. Der wohl teuerste Heidenau unserer Reise, aber das ist gut investiert. Noch einmal mails checken (wieder im Waschraum) und endlich: wir haben ein Preisangebot von Air Canada. Für 950 CAD (600€) fliegt unser Bike nach London. Wahnsinn.

Gut gelaunt brechen wir auf. Entlang der Oceansite Route nach Campbell River kurven wir auf dieser tollen Strecke. Es regnet zwar, aber das macht nichts. Wir sind eingezwiebelt und schnurren Meile um Meile. Die wenigen Orte sind malerisch, kleine Holzhäuser, direkt am Meer.

In Edgewater gönnen wir uns ein kleines Motel, warme Dusche und Kuschelbett, uaaaahhhh. Endlich haben wir auch unsere Shipping documents und wir können unseren Transport bei Air Canada buchen, geschafft.

Nun heißt es aber auch endgültig „Heimreise“. Wir wählen eine andere Strecke nach Vancouver: von Comox mit der Fähre nach Powell River, und dort entlang der sunshine coast, Inselhopping im strömenden Regen. Wir fahren zunächst zum Airport um den Transport abzusprechen. Typisch deutsch, die Cargoleute sind völlig entspannt, alles easy. Dann ziehen wir wieder auf den Burnaby Campground. Es schüttet wie aus Eimern. An dieser Stelle danke Achim, für die Scott Regenkombis.

Der Zufall meint es gut mit uns. Nach einigem mail Hin- und Her treffen wir uns mit Bea und Helle, die aus Südamerika nach Alaska unterwegs sind, www.timetoride.de. Es wird ein toller Abend mit Glühwein und Bohneneintopf und Reisegeschichten. Schade, die Zeit vergeht wie im Flug, die beiden wollen noch schnell nach Alaska, und wir müssen morgen heim...

Nein, Helles Alperer ist nicht auf Wein umgestiegen, unsere BMW muss für den Transport Sprit loswerden. :-)

Viel Glück ihr Beiden.

See you on the road again...

Unsere Route auf Vancouver Island. Reizvoll sind die Inselquerungen. Infrastruktur und Besiedlung sind eher auf der Ostseite zu finden. Tofino und der Long Beach waren uns zu touristisch. Je weiter man in den Norden kommt, desto wilder, einsamer und abenteuerlicher wird es. Von Port Hardy gibt es Fähren nach Norden auf`s Festland.

Der Transport unserer BMW mit Air Canada Cargo und unser Flug von Vancouver nach London haben super geklappt und waren verhältnismäßig günstig. Es war aber harte Arbeit, diese zu finden und alles zu organisieren. Wir haben unsere Erfahrungen aufgeschrieben, demnächst auf unserer website.

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