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Essen - unterwegs

Abends im Oman: wunderbare Steaks, Salat, Brot und – alkoholfreies Bier...

Jeder hat andere Prioritäten auf einer Langzeitreise. Uns jedenfalls ist Kochen und Essen wichtig, gerade wenn wir wochen- und monatelang unterwegs sein werden. Da haben uns die Jahre in Frankreich sehr geprägt.

So haben wir bei unseren Reisevorbereitungen dem Thema „Outdoor Küche“ einige Zeit gewidmet. Schon während unserer kleineren Touren haben wir fast immer abends etwas gekocht. Nach einem durchaus auch anstrengenden Fahrtag war das nicht lästig, sondern entspannend. Wir hatten immer die Klassiker MSR Campingtöpfe, Benzinkocher, Nudeln, Salz und Kaffee mit, dazu diversen Kleinkram wie Öffner, Bestecke, Gläser, Gewürze. Es hat uns immer genervt, dass alles irgendwie wild im Alukoffer durcheinander flog. Da konnte man packen wie man wollte, ziehst du die Kaffeedose raus, stürzt der Rest wie ein Kartenhaus zusammen...

Aber: wir haben die perfekte Lösung gefunden, auf unserer Reise über mehrere Monate getestet, für gut befunden, und wir möchten unsere Erfahrungen hier weitergeben.

Das Prinzip ist einfach. Wir nehmen eine 41-Liter-Alukiste, die große, (Touratech), und da hinein passen wie angegossen 6 viereckige 1-Liter-Plastikflaschen (auch Touratech). So werden Nudeln, Reis, Zucker, Kaffee, Kaffeeweißer und später Tabletten transportiert.

Wir haben, verrückt wie wir nun mal sind, eine Eisenpfanne mit abnehmbaren Griff mit. Nur so können wir ab und zu Fleisch, Kartoffeln oder Eier braten. Die steckt in einem Stoffbeutel und passt perfekt neben die Plastikdosen. 2 Teller mit dazu und 2 Töpfe. Perfekt. Jedenfalls fast. Zuerst von uns etwas belächelt, haben wir uns dann doch bei Touratech ein Abgießsieb gekauft. Mittlerweile unverzichtbar geworden. Spaghetti abgießen – easy. 2 kleine Plastikbrettchen passen genau an die Seite.

Der ganze Kleinkram wie Tütensuppen (!), Eierpack, Dosen die wir unterwegs kaufen, kommt in eine Fototasche, die wir übrig haben und die genau auf die Pfanne/Töpfe passt. Anderer Kleinkram wie zwei (!) Benzin Kocher, 2 Alutassen, Alufolie, Faltschüssel und der Pfannengriff kommen in eine kleine Tasche, die wir billig im Decathlon gekauft haben.

Warum 2 Kocher? Weil wir 2 hatten, einen Primus und einen MSR, beide schon etwas älter waren, beide nicht übermäßig groß sind. Weil wir noch keine Gewichtsfetischisten waren (mittlerweile aber geworden sind…) Fakt ist, dass der Primus unterwegs immer wieder Probleme gemacht hat und sehr laut ist. Wir haben dann den MSR genutzt und finden diesen besser, robust und leise. Er hat eine Schütteldüse, d.h. bei Verschmutzung einfach nur ein-, zweimal schütteln, dann ist er „repariert“.

So ist das meiste Equipment gut verstaut, es sitzt alles bombenfest, hat jede Menge Stürze, Umfaller und einige Tausend Kilometer Rüttelpiste überstanden.

Für den Kofferdeckel gibt es passende Deckelinnentaschen. Für die „Küche“ haben wir uns eine gekauft (Touratech) und für uns optimiert. Wir haben uns überlegt, was wir alles noch so mitnehmen möchten und in die Innentasche jeweils sehr stabile Gummibänder eingenäht. Eine Seite ist mit allen Löffeln, Messern, Öffner usw bestückt. Die andere Seite hat Platz für diverse Plastikdöschen in verschiedenen Größen, für Salz, Öl, Nüsse und Gewürze.

Und wenn ihr jetzt glaubt, dies ist eine Touratech Verkaufsveranstaltung, kann ich dazu nur sagen, dass wir von den Schwaben keinen Cent für unsere Reise bekommen haben, keine Provision und kein Sponsoring. Aber dieses Zubehörzeugs ist einfach gut. Wir würden fast alles genau so wieder machen, nur den Eierkarton und einige Dosen haben wir unterwegs verschenkt.

Ebenso wie unsere arg gebrauchten und uralten Campingtöpfe. Im Iran konnten wir nicht widerstehen und haben einen wunderschönen Kupfertopf gekauft. Dieser wird uns immer an unsere tolle Reise erinnern...

Wir haben immer unterwegs irgendwo etwas kaufen können. Wasser mussten wir ohnehin alle 2 bis 3 Tage kaufen. An allen 4 Alukisten haben wir Universalhalter. 6 Wasserflaschen a 1,5L können wir so bei Bedarf an jedem Motorrad unterbringen. Das Fahrverhalten hat sich dadurch nicht verändert. Jürgen hat extrem stabile Gepäckträger gebaut, hat alles gehalten.

Immer dabei hatten wir einige Nudeln, Olivenöl, Salz. Ein paar Kartoffeln, eine Dose Bohnen, Thunfisch – auch so etwas hatten wir oft in Reserve mit und konnten das mit 2 Tomaten oder Zwiebeln variieren. Fleisch gab es kaum, wenn, dann sah es für uns Europäer meist gewöhnungsbedürftig aus. Die beiden Steaks vom Anfangsfoto waren die absolute Ausnahme und gerade deshalb ein unvergesslicher Genuss… In den muslimischen Ländern gab es meist nur lebende oder mehrfach angetaute gefrorene Hühner oder Schaf. Später in Canada gab es dann alles, war uns aber zu teuer.

In den STANs hing Rindfleisch oft stundenlang in der prallen Sonne in den Marktständen. An vielen Ständen gab es Schaschlyk, Sumsa (gefüllte Teigtaschen) oder das Nationalgericht Plov (Reis mit Möhren, Rosinen und Lamm).

Völlig überrascht hat uns das Angebot in Turkmenistan, allerdings nur in der Metropole Ashgabat. Das hatten wir nicht erwartet.

Fisch gab es im Oman und in Canada frisch vom Markt. Über die Märkte zu bummeln war immer ein Abenteuer...

Fischmarkt im Oman in Sur

Orientalischer Gewürzbasar im Iran, Esfahan

Käsetheke in Turkmenistan, Ashgabat

Märkte in Usbekistan

Frischer geht´s nicht – Canada, Vancouver Island, Tofino

Bon appétit, auch unterwegs.

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