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Bürokratie

Hier wollen wir euch ein paar aktuelle Infos zu den bürokratischen to do´s geben, was wir warum gemacht haben und wie.

1. Auslandskrankenversicherung Langzeit

Die heimatliche Krankenkasse zahlt nicht außerhalb der EU, normale Reise-krankenversicherungen decken nur 45 Tage ab. Wir haben zunächst im Internet recherchiert, natürlich gibt es Angebote zuhauf. Bei www.kradvagabunden.de haben wir gute Tipps gefunden. Danke Panny.

Wichtig finden wir,

  • Kein Ausschluss von Vorerkrankungen
  • Versicherung tritt in Vorleistung bei stationärem Aufenthalt
  • medizinisch sinnvoller (nicht notwendiger) Rücktransport
  • problemlose Verlängerungsmöglichkeit der Versicherung, auch bei Schadensfällen in der Versicherungszeit
  • Rückerstattung von Beiträgen bei vorzeitiger Rückkehr
  • bezahlbarer Tarif, bzw Preis-Leistung stimmen

 Ergebnis der Recherchen:

  • Alle Versicherungen müssen vorab komplett über den gesamten Reisezeitraum bezahlt werden.
  • Es gibt große Unterschiede in den Tarifen.
  • Es gibt große Unterschiede bezüglich der Leistungen.
  • Viele Versicherungen schließen Vorerkranken aus, viele können nur schwer während der Reise verlängert werden, wenn, dann nur unter Ausschluss von Versicherungsfall-Leistungen.
  • Viele Versicherungen bieten einen sogenannten Rund-um-Schutz, der aber gar nicht wirklich gebraucht wird.
  • Es geht bei Langzeitreisen für uns um eine echte Risikoabsicherung, für den absoluten Notfall.

Wir haben uns für die Auslandskrankenversicherung des ADAC entschieden.

https://www.adac.de/produkte/versicherungen/auslandskrankenschutzversicherung/auslandskrankenschutz_langzeit/default.aspx?ComponentId=752&SourcePageId=195

 

Hier haben wir auch unsere

2. Carnets de Passages

her. Ging problemlos online, beides.

Das Carnet de passages ist ein Zolldokument für das zollfreie Ein- und Ausführen der Motorräder, praktisch deren Pass. Genaue Infos zum CdP gibt es beim ADAC.

https://www.adac.de/reise_freizeit/ratgeber_reisen/fahrzeug_reisen/carnet_de_passage/default.aspx?ComponentId=18833&SourcePageId=19976

 

3. Visa

Damit wir nun die Länder auch bereisen können benötigen wir entsprechende Visa. Nun sind wir ja noch richtige greenhörner in Sachen Langzeitreisen. Aber auch hier gibt es ja zum Glück das Internet.

Wir haben unsere Route mehrere Male geändert. Jetzt steht der Starttermin und -Ort fest, und wir haben die erste grobe Richtung. Für all diese Länder benötigen wir Visa, die zu beschaffen gar nicht schwer bis fast unmöglich ist...

Hier nun die wichtigsten Infos (unsere subjektiven Erfahrungen, kein Anspruch auf Vollständigkeit):

V.A.E. – Dubai

... haben wir problemlos bekommen am Flughafen. 30 Tage. Kostenlos.

 

OMAN

... bekommen wir an der Grenze bei der Einreise. Kosten ca. 50€ pro Visum.

 

IRAN

Touristenvisum 30 Tage, einmalige Einreise:

Zwingend notwendig ist eine Referenznummer, die man beim Außenministerium in Teheran bekommt (oder bei einer Visaagentur).

Visaantrag steht als download auf der website der Botschaft/Konsulat zur Verfügung. Achtung: welche Botschaft oder Konsulat zuständig ist richtet sich nach dem Wohnsitz.

Zusatzdokument (download), dass man keine Terrorakte plant.

2 Passbilder (es gibt unterschiedliche Aussagen ob mit oder ohne Kopftuch. Ich bin auf Nummer Sicher gegangen, also MIT)

 

Wir haben von anderen Reisenden gehört, dass die Verlängerung im Land problemlos möglich war. Evtl. probieren wir das auch.

Die Beantragung der Visa haben wir, vor allem wegen der Referenznummer, die das Konsulat NICHT vergibt, durch eine Agentur machen lassen. Das ging superschnell und hat pro Visa inklusive aller Konsulatsgebühren 110€ gekostet.

Superjob von www.reisezeit-bochum.de.

 

TURKMENISTAN

ist eine harte Nuss. Da wir nur ein Transitvisum möchten, müssen die Visa des Ausreiselandes (Iran) und des nächsten Einreiselandes (Usbekistan) bereits im Pass sein.

Visaantrag wieder als download auf der website der Botschaft verfügbar.

Ein weiteres Formular, dessen Sinn sich mir nicht erschließt, aber egal, ebenfalls.

2 Passfotos.

Man benötigt eine Einladung, Reisebuchung, Hotelbuchung. Es ist erkennbar, dass sich dieses Land ungern öffnet, nur organisierte Reisegruppen möchte.

Der genaue Tag der Ein- und Ausreise sowie die Route müssen angegeben werden.

Mit dem Motorrad, individuell reisen? Wird spannend.

Auch dieses Problem soll eine Visaagentur für uns lösen. Eine Hotelbuchung habe ich bis zum heutigen Tag trotz mehrfacher Versuche noch nicht hinbekommen. Ich habe aber schon unsere mögliche Route recherchiert und angegeben.

Wir haben noch etwas Zeit…

 

USBEKISTAN

Wir wollen ein Touristenvisum, 30 Tage, mehrfache Einreise (wegen Ausflügen in den Pamir). Auch hier wird danach gefragt, was man konkret im Land besuchen möchte. Auch hier müssen Ein- und Ausreisetag exakt benannt (und wahrscheinlich auch eingehalten) werden.

Visaantrag download auf der website der Botschaft.

2 Passfotos. Achtung: Laut Infos der website müssen direkt an der Grenze weitere 4 Passfotos bereitgehalten werden.

Eine Einladung ist nicht notwendig. Da eine Hotelbuchung im Internet recht easy war, habe ich ein günstiges Hotel in NUKUS gebucht, und die Buchungsbestätigung mit geschickt ;-)

 

Für diese beiden Visa habe ich (wegen der Kosten etwas schweren Herzens) ebenfalls eine Visaagentur beauftragt, die zuerst Usbekistan, danach Turkmenistan besorgen sollen. Kosten für alles zusammen: 500€, davon Kosten für die Agentur ca. 180€. Mal sehen ob das klappt.

 

17. Februar 2016 – update

Usbekistan Visa sind da, Turkmenistan noch nicht.

 

KIRGISTAN

Für Deutsche kein Visum erforderlich.

 

TADSCHIKISTAN

Dieses Visum beantragen wir von unterwegs. Auch hier muss Ein- und Ausreisedatum exakt angegeben werden, so weit voraus wollen wir uns noch nicht festlegen.

Eine Einladung ist nicht notwendig. Für den Pamir wird eine Sondergenehmigung, GBAO, benötigt.

Ein Touristenvisum 1 Monat soll 75€ kosten.

 

Bis hierhin geht der Plan. Weiter schauen wir noch nicht. Die weitere Route entscheiden wir unterwegs.

 

4. Impfungen, Reisemedizin

Wir haben uns bei Dr. Rogler und dem Reisemediziner Dr. Gradl in Nürnberg beraten lassen. Für die erste Etappe unserer Reise haben wir folgende Impfungen bekommen:

  • Tetanus
  • Hepatits A und B
  • Meningokokken
  • Tollwut
  • Für Afrika benötigen wir noch Gelbfieber

Alle Impfungen haben wir gut vertragen, lediglich nach den Tollwut-Spritzen waren wir beide ein paar Stunden schlapp und müde.

Wir haben für den Notfall starke Schmerzmittel mit, Wunddesinfektion, Verbandszeug – hier speziell antiseptische feuchte (!) Wundgaze (bei Schürfwunden besser geeignet als trockene Verbände – aus leidvoller Erfahrung) Eine first aid Rettungsdecke nehmen wir mit. Für schmerzende Knie, Schultern, Rücken haben wir Arcoxia 90 und, natürlich, Voltaren.

Malariaprophylaxe mit Doxycyclin, eigentlich als Malariapräparat in Deutschland nicht zugelassen, aber von der WHO empfohlen sowie von Ärzten und Reisenden – wirksam und preiswert, ohne Nebenwirkungen, lassen wir uns nachschicken wenn wir nach Afrika kommen.

 

5. Sonstiges

Wir haben unsere Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen aktuell überprüft. Gute Infos dazu gibt es in einer Broschüre der Stiftung Warentest „Das Vorsorgeset“ und vom Justizministerium

http://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Patientenverfuegung.pdf?__blob=publicationFile&v=7

Alle Papiere und Dokumente haben wir gescannt.

Unsere „Paten“ in der Heimat – Uwe, Gela und Klaus.

 

07. Februar 2016 – update

Wir haben mittlerweile alle Zelte abgebrochen. Die Wohnung ist gekündigt. Unsere Sachen sind eingelagert. Sogar die Steuererklärung 2015 ist fertig und abgegeben. Die Krankenversicherung ruht. Auto ist verkauft.

WIR SIND JETZT OHNE FESTEN WOHNSITZ…

Fühlt sich irgendwie eigenartig an. Aber in erster Linie fühlt sich das FREI an.

Bildquelle Internet - Pamir

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